Knorpelschäden

Ein Knorpelschaden wird häufig durch eine vorangegangene Verletzung, wie bspw. ein Bruch oder ein Bänderriss zwischen den Handwurzelknochen verursacht.

Knorpel ist ein festes, glattes, elastisches Gewebe, das die Knochenabschnitte überzieht, die sich in einem Gelenk gegenüberliegen. Er wird für einen reibungslosen Bewegungsablauf und als Stoßdämpfer zum Schutz des Knochens gebraucht. Knorpelschäden können beispielsweise Folgen von Verletzungen und Traumen, aber auch von chronischer Abnutzung sein und je nach Schweregrad zu einer Vielzahl von Beschwerden und Schmerzen führen.  Knorpelschäden werden in vier Schweregrade unterteilt: Grad I: Verfärbung und Erweichung des Knorpels; Grad II: Einrisse im Knorpel; Grad III: Durchgehende Knorpelschäden bis auf die Knochenhaut; Grad IV: Fehlender Knorpel und freiliegende Knochenstellen.

Bei Knorpelschäden nach einer akuten Verletzung haben Patient*innen meist Schmerzen bei Belastung, Bewegung und manchmal sogar in Ruhe, außerdem kann das Gelenk anschwellen. Bei chronischen Verschleißerscheinungen des Knorpels kommt es meist zu einer Gelenkspaltverschmälerung und einer Gelenkinstabilität.  Der Körper versucht, das durch Knochenanbauten zu ersetzen. Diese Anbauten schränken jedoch die vollständige Bewegung ein und führen dazu, dass sich an solchen Stellen schmerzhaft Knochen auf Knochen reiben. So führt ein Knorpelschaden in den allermeisten Fällen zur Arthrose.

Nach der Befragung zu typischen Beschwerden und der Untersuchung des betroffenen Gelenks erfolgt die bildgebende Diagnostik. Während eine klassische Röntgenaufnahme vor allem die knöcherne Struktur des Gelenks darstellt und eventuelle Gelenkspaltverschmälerung eine Knorpeldegeneration vermuten lassen, kann eine Kernspintomographie (MRT) die Knorpel sichtbar machen. Dabei können wir neben den degenerativen Veränderungen des Knorpels vor allem auch Einrisse oder komplette Durchrisse von Knorpelplatten sehen. Das exakte Schädigungsausmaß ist jedoch erst bei einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie; griech.: arthros = Gelenk und skopein = schauen) feststellbar, einer minimalinvasiven diagnostischen und/oder therapeutischen Operation mit kleinen Einschnitten unter Einsatz eines Endoskops (auch: Arthroskop).

Diskus/ TFCC-Läsion (Ulnaimpaktionssyndrom)

Der trianguläre fibrokartilaginäre Komplex (abgekürzt TFCC; lat.: Discus triangularis) ist eine dreieckig geformte, aus Faserknorpel bestehende Zwischengelenksscheibe am Handgelenk, in seiner Funktion dem Meniskus im Knie vergleichbar. Er dient als Druckpolster und stabilisierende Gelenkverbindung (distales Radioulnargelenk) zwischen Handwurzel- und Unterarmknochen. Nach einem Sturz auf das Handgelenk, Verschleiß- oder durch rheumatische Erkrankungen bedingt, kann der TFCC einreißen. Der Mediziner spricht von einer TFCC-Läsion. Die Verletzung wird auch Diskusschaden genannt.

Beschwerden bei einer TFCC-Läsion beginnen oft in Etappen und entwickeln sich allmählich. Sie treten auf der Kleinfingerseite des Handgelenks auf. Das Gelenk kann anschwellen und Patient*innen haben vor allem bei Dreh- bzw. Beugebewegungen der Hand Schmerzen, einige Patient*innen bemerken auch ein „Knacken“ bei Handbewegungen. Der Schmerz kann plötzlich messerstichartig auftreten, aber auch ein Dauerschmerz ist nicht selten.  

Erste Schritte auf dem Weg zur Diagnose sind die Befragung und eingehenden Untersuchung des Handgelenks. Danach kommen bei MHAND bildgebende Verfahren zur exakten Diagnosestellung zum Einsatz. Gerade bei Schmerzen am Handgelenk kommen mehrere Ursachen, wie beispielsweise eine Verstauchung, in Betracht. Zunächst wird eine Röntgenuntersuchung des Handgelenkes in zwei Ebenen angefertigt. Eine sogenannte Belastungsaufnahme, bei der die Faust kräftig geschlossen oder ein Ball zusammengedrückt wird, vervollständigt die Untersuchung. Besteht danach Unklarheit oder werden andere Veränderungen vermutet, so ist die hochauflösende Magnetresonanztomografie (3T-MRT, Kernspin-Tomographie) und/oder eine Gelenkspiegelung (diagnostische Arthroskopie) der nächste Untersuchungsschritt.

DIE BEHANDLUNG

Je nach Schwere der Verletzung und Schädigungsart kann konservativ oder muss operativ vorgegangen werden. Nichtinvasiv besteht der erste Therapieansatz in einer Ruhigstellung des Handgelenks, ggf. in einer Orthese, bei akuten Beschwerden ggf. ergänzt durch Kältetherapie, Physiotherapie und/oder einer Tape-Anlage. Bei komplett eingerissenen oder abgerissenen Teile des Diskus wird in der Regel operiert, entweder offen oder per Gelenkspiegelung (Arthroskopie). Bei dieser minimalinvasiven Operation werden mit kleinsten Instrumenten die instabilen Ränder des Diskus abgetragen und entzündlich veränderte Gelenkschleimhaut (Synovialektomie) entfernt.

Eine Arthroskopie erfolgt entweder ambulant oder stationär in der HELIOS Klinik München West und dauert ca. 30 bis 60 Minuten. Nach dem Eingriff ist eine dreiwöchige Ruhigstellung wichtig, damit die Verletzung ausheilen kann. Anschließend sollte mit Physiotherapie und langsamem Belastungsaufbau begonnen werden, um eine vollständige Heilung zu begünstigen.

ÜBERBLICK DER BEHANDLUNG

Vor der Operation:

Ausführliches Beratungsgespräch

Notwendige Voruntersuchungen:

Röntgen, ggf. MRT

Verfahren:

Konservativ / ACP (PRP)-Injektionen / Arthroskopie

OP-Dauer:

je nach Befund

Betäubung:

Regional / Vollnarkose (Klinik)

Nachbehandlung:

Schienenbehandlung, ggf. Injektionen

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Regenerative Verfahren sind oft nicht Kassenleistung

Kosten:

Kasse / Privat (ACP/PRP)

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